CodingYourLife

CodingYourLife

 

Referenzen

 
 

Warum ich nur noch ein Elektroauto kaufen würde (Excel Berechnung)

UPDATE2: Excel Sheet für 2017 aktualisiert (neues Fördermodell)

UPDATE: Einen Tesla Model S bin ich inzwischen probegefahren. DER WAHNSINN!

Ich bin ein umweltbewusster Mensch, SOFERN sich die damit verbundenen Nachteile in Grenzen halten. Ich besitze derzeit einen Benziner, den ich jedoch verkaufen möchte. Nachdem ich das Auto derzeit auch wenig brauche, werde ich es auch nicht so schnell ersetzen. Klar ist jedoch, dass mein nächstes Auto ein Elektroauto wird.

Mit meiner Situation Heimarbeit & Öffis in der Nähe, gehöre ich hier aber einer glücklichen Minderheit an. Die Österreicher fahren täglich 36km (keine großen Unterschiede zwischen den Bundesländern). Die meisten fahren also vermutlich so 30km zu ihrem Arbeitsplatz und das 5 Tage die Woche. Dazu kommt vielleicht 2x im Jahr ein Urlaub zu dem eventuell auch das Auto genutzt wird.

Aus Interesse habe ich eine Berechnung gemacht, auch weil ich ein Referat dazu gehalten habe. Aktueller Benzinpreis und aktuelle Autopreise von Elektroauto und einem vergleichbaren PKW mit Diesel/Benzin. Das Resultat finde ich überzeugend.

Bei 30km Distanz zur Arbeit und 5 Arbeitstagen, spart man 570€ pro Jahr. Dadurch rentiert sich das Elektroauto nach 18 Jahren und wäre nach 39 Jahren theoretisch gratis gewesen.
Bis zur Rentabilitätsgrenze werden 34590 kg CO2 eingespart! Dies gilt natürlich nur für 100% Elektrizität aus erneuerbaren Energien, aber wir haben soeben zum Verbund gewechselt, wo wir 100% Wasserkraft günstiger bekommen als Wienenergie mit ca. 50% fossilen Brennstoffen (Stand Mai 2014).
Bei 36km täglich (österreichischer Durchschnitt) rentiert sich das Elektroauto nach 11 Jahren!
Hierin eingerechnet ist die 4.000€ Förderung, die man nur als Unternehmen bekommt und von denen man 2.000€ nur bei Ökostrom bekommt. Weiters weggerechnet wurde die Motorbezogene Versicherungssteuer, welche bei Elektrofahrzeugen entfällt.

Bei steigendem Benzinpreis sowie größerer Streckendistanz oder mehr Arbeitstagen, ist die Rechnung noch eindeutiger für das Elektroauto. Außerdem ist ein Service bei Elektroautos billiger. Es gibt keinen Ölwechsel, Abgastests und keine Zündkerzen.
Tesla beschreibt das Service als Routineinspektion alle 20.000 km.

Beim Thema Elektroauto glauben die meisten Menschen, dass sie da in der Reichweite so begrenzt sind, dass das gar nicht in Frage kommt. Österreich ist klein und so sind die Entfernungen. 150km am Tag sind bei aktuellen, leistbaren Elektrofahrzeugen meist genug für den Alltag. Ich glaube es liegt daran, dass man keine Vorstellung von Distanzen hat (ich nehme mich da auch nicht aus).
150km Reichweite entspricht der Strecke von Wr. Neustadt bis Graz! Technisch möglich ist es auch an ein Sprit-Auto heran zu kommen, denn der Tesla Model S hat fast 500km Reichweite. Es ist genau betrachtet praktischer das Auto, über Nacht immer anzustecken, als eine Tankstelle aufzusuchen. Klar das Thema Italienurlaub ist da noch ein Problem. Aber eigentlich ist es kein Problem, denn man kann mal für eine Woche mit jemandem Auto tauschen. Spätestens wenn Tesla ihr gratis Schnelladestationsnetz dahingehend ausgebaut hat (Patente wurden erst kürzlich für andere Anbieter freigegeben) und ca. 2017 das Niedrigpreismodell heraus bringt, wird der Italien Urlaub mit dem Elektroauto sogar billiger!
Das Argument, dass es keine Stromtankstellen gibt, ist auch nicht wahr. Man kann das Auto an jeder Steckdose laden und Stromtankstellen gibt es in Österreich auch genug, wie unter diesem Link ersichtlich. Die Näheste ist von mir 10 Minuten entfernt (SCS), 24h geöffnet und kostenlos. In der Regel reicht es in der Nacht geladen zu werden und an Schnelladestationen muss man sich eben 30 Minuten die Füße vertreten.

Quelle Tesla: Ladereichweite Elektroautos

Quelle Tesla: Ladereichweite Elektroautos


Tatsächlich hat Tesla auch schon eine Technologie vorgestellt um ein Auto doppelt so schnell zu laden wie an der Tankstelle, indem einfach die Batterien automatisiert ausgetauscht werden. Verbrennungsmotoren sind technologisch so fortgeschritten wie sie sein können, doch bei Batterien passiert noch Forschung und es werden Erfolge erzielt. Von Graphene bis Induktionsladung.

Generell muss ich als technik interessierter Mensch auch sagen, dass die Elektroautos auch im Bereich komfort und Technik einiges voraus haben. Tesla ist da vorbildlich mit Touchscreen Display in der größe von 2 Ipads mit echtem Browser, Over the Air Updates, Möglichkeit Apps herunterzuladen und automatischer Tieferlegung auf der Autobahn. Aber auch z.B. der Nissan Leaf ist ein Raumschiff mit großem Touch Screen Display und beim Bremsen Strom zurück gewinnen ist sowieso Standard.

Mein Fazit ist, dass man mit dem Elektroauto bei günstigerem Service billiger kommen kann. Für den Italien Urlaub muss man sich ein Auto ausborgen und eine Ladestation daheim ist empfehlenswert. Hierdurch spart man aber enorm viel CO2, hat eine super Beschleunigung und kein schlechtes Gefühl beim Drücken des Gaspedals. Der Wechsel weg von Verbrennungsmotoren hin zu erneuerbarer Energie ist jedenfalls im Ganzen gesehen keine Entscheidung sondern eine Notwendigkeit. Je früher desto besser, nicht nur aufgrund des Klimawandels, sondern auch aufgrund von begrenzten Ressourcen.

Hier ist noch mein Excel Sheet. Es ist sehr flexibel und kann gerne für eigene Berechnungen genutzt werden:


Kommentar schreiben

Kommentar